Waffeleisen sind sehr beliebt

Als Waffeleisen wird ein Küchengerät bezeichnet, mit dem man Waffeln, Hippen, Oblaten und ähnliches Gebäck erstellen kann. Auch Hostieneisen zur Hostienherstellung sind Waffeleisen. Weitere Bezeichnungen für Waffeleisen sind auch Hörncheneisen, Klemmeisen und Kucheneisen.

 

Herkunft und Verbreitung

 

Es ist nicht vollständig erforscht, wann Waffeleisen das erste Mal in Gebrauch waren und wo genau sie herstammen. In Frankreich waren sie bereits im 12. und 13. Jahrhundert verbreitet. Um 1300 waren sie dann auch in den Niederlanden und ab dem 14. Jahrhundert in Mittel- und Westeuropa nachweisbar. In alten Wikingergräbern in Schweden und Norwegen wurden bereits Backeisen mit runden Platten gefunden. Hier handelte es sich um Frauengräber aus dem siebten bis zehnten Jahrhundert. Diese Backeisen wiesen noch keine Verzierungen auf. In der Normandie wurde im neunten Jahrhundert ein Waffeleisen erwähnt, welches möglicherweise zum Backen von Hostien diente. Diese Entwicklung schien parallel im kirchlichen und nicht kirchlichen Bereich zu verlaufen.

 

Technische Entwicklung

 

Waffeleisen bestehen aus zwei Eisenplatten. Die Innenseite ist verziert mit einer durchstrukturierem Waben- oder Dreieicksmuster, einer Inschrift oder auch Bildmotiven. Diese dienen als Negativmatrize für die künftige Waffelform. Die Außenseite ist glatt. Für ein Waffeleisen werden immer zwei Eisen benötigt. Eins als Unterteil und ein darauf passendes Oberteil. Meist sind beide Teile mit einem Scharnier miteinander verbunden und mit zwei Stäben, die als Griffe dienen, ausgestattet. Als noch über offenem Feuer gebacken wurde, mussten diese Stäbe besonders lang sein, um genügend Abstand zum Feuer zu haben. Nun sind die langen Stäbe nicht mehr erforderlich. Heutzutage sind diese Stäbe meist in das Waffeleisen, welches mit einer Kunststoffverkleidung ausgestattet worden ist, integriert. Seit dem Mittelalter wurden Waffeleisen einzeln und in Handarbeit geschmiedet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit der Industrialisierung, wurden die Waffeleisen dann mancherorts auch in einem Gesenk geschmiedet, später dann oft aus Gusseisen gegossen. Zu dieser Zeit wurden sie dann seriell und ohne besonderen, individuellen Schmuck angefertigt. Im Jahr 1830 wurde das erste Mal geschmiedete Waffeleisen mit Gravur an. Es gab dann rechteckige Platten mit einer weiteren quadratischen Waffelung, herzförmige Platten mit rautenförmiger Waffelung und auch runde Platten mit enger quadratischer Waffelung und einem Randornament aus Dreiecken und Halbkreisen. Im Fläming und Ostfriesland wurden um 1930 noch einige Schmiede angetroffen, die gelegentlich noch handgeschmiedete Waffeleisen herstellten. Bis zum 15. Jahrhundert wurden in Frankreich nur runde Platten hergestellt. Ab dem 15. Jahrhundert wurden dann auch hier rechteckige Formen hergestellt. Dies breitete sich dann über die Niederlande bis ins Brandenburgische aus. Auch in Skandinavien waren beide Formen anzutreffen. Süddeutschland, die Schweiz, Österreich, Westfalen, Niedersachsen und Ostfriesland hierlten weiterhin an den runden Platten fest. 1903 ließ sich der aus Italien stammende Amerikaner und Eisverkäufer Italo Marchiony ein Patent auf Waffeleisen zur Eiswaffelherstellung erstellen. Daher gilt er als Erfinder des Eishörnchens. Die modernen Waffeleisen werden elektrisch beheizt und sind mit einer Antihaftbeschichtung ausgestattet. Viele Waffeleisen, die heute noch immer in runder und rechteckiger Form gibt, sind auch mit einem Temperaturregler ausgestattet.

 

Abgeleiteter Wortgebrauch

 

In Belgien gibt es die so genannte Waffeleisenpolititk (flämisch: Wafelijzerpolitiek). Es handelt sich um eine Kompensationspolitik, die eine ausgewogene Verteilung von verfügbaren Fördermitteln auf Landesteile vorsieht. Dies wird metaphorisch als Waffeleisenpolitik bezeichnet. Es bedeutet im Endeffekt, wenn Flandern ein Großprojekt erhält, muss auch die Wallonische Region ein Großprojekt erhalten. Diese Metapher hat sich entwickelt, weil es sinnbildlich durch ein Waffeleisen verdeutlicht wird. Es funktioniert nur, wenn es zwei gleich große Platten gibt, also ein Ober- und ein Unterteil. Dies wurde auf die Politik übertragen.

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Entstehung des Wasserkochers

Wasserkocher sind Küchengeräte, die Wasser besonders schnell erhitzen. Heutzutage sind sie meist elektrisch. Es gibt die verschiedensten Bauformen von Wasserkochern, so findet man heute kessel-, krug- oder kannenförmige Wasserkocher. Je nach Modell besitzen sie entweder eine beheizte Bodenplatte des Kochgefäßes oder ein Heizelement nach dem Tauchsiederprinzip. Durch die Wasserkocher wurden die früher gängigen Tauchsieder und Pfeifkessel abgelöst, die zur Wassererwärmung genutzt wurden. Auf der Weltausstellung in Chicago wurde im Jahr 1893 der erste elektrische Wasserkocher gezeigt. Aber schon viel früher gab es so genannte Tischkocher für Menschen, die keinen Zugang zu einer Küche mit Herd hatten. Die modernen Wasserkocher, wie wir sie kennen, bestehen aus zwei Teilen. Zum einen aus einem Kochgefäß aus Kunststoff, Metall oder Glas mit einer Heizung, meist in Form einer Spirale und einem sogenannten separaten Aufheizsockel, an dem sich ein Kabel für die Stromversorgung befindet. So kann das Kochgefäß leicht vom Stromkreis getrennt und frei bewegt werden, um etwa Cappuccino oder Tee aufzugießen.

 

Aufbau und Funktion des Wasserkochers

 

Das Wasser füllt man bei den meisten Geräten über einen Deckel ein. Dieser ist manuell, auf knopfdruck hochklappbar oder auch ganz entfernbar, je nach Gerät. Bei manchen Geräten ist es so vorgesehen, dass sie direkt über den Ausguss befüllt werden. Hierfür ist ein entsprechend breiter Ausgießer und ein automatisch wegklappender Filter nötig, der durch Wasserdruck ausgelöst wird, und den Wasserfluss in beide Richtungen ermöglicht. Auch der komplette Verzicht auf einen Filter ist möglich. Die modernen Wasserkocher besitzen außer dem Heizelement noch einen Temperaturschalter, der durch ein Bimetall das Gerät automatisch abschaltet, sofern das Wasser kocht, also sobald eine bestimmte Temperatur erreicht wurde. Der Temperaturschalter befindet sich im Gehäuse des Wasserkochers. Er ist mit dem An- und Ausschalter gekoppelt. Der Temperaturschalter schaltet ab, wenn sich das Bimetall durch den Dampf auf etwa 100 Grad Celsius erhitzt hat. Denn hier liegt der Siedepunkt von Wasser. Der Deckel des Wasserkochers muss allerdings für eine korrekte Funktion des Schalters komplett geschlossen sein, da der entstehende Dampf anderenfalls das Gerät verlässt und er so nicht den Temperaturschalter erreicht. Einige Geräte sind so gebaut worden, dass durch das Öffnen des Deckels eine sofortige Abschaltung des Gerätes erfolgt. Bei vielen Geräten ist die elektrische Verbindung zum Sockel in Form einer drehbaren Steckverbindung gestaltet. Diese enthält einen Fühlstift, der bewirkt, dass das Gerät sofort abgeschaltet wird, wenn das Kochgefäß vor dem Erreichen des eigentlichen Siedepunktes abgenommen wird. Hierbei springt der Schalter sofort auf Aus, sodass vermieden wird, dass man den Wasserkocher bei erneutem Aufsetzen auf den Sockel ungewollt wieder erhitzt, da man davon ausgehen kann, dass das Kochgefäß in diesem Fall dann leer ist. Obwohl die modernen Wasserkocher eine unabhängig von der Abschaltautomatik arbeitende Temperatursicherung besitzen, sollten Wasserkocher nicht ohne Aufsicht oder komplett leer betrieben werden. Bei Hochleistungsgeräten befinden sich im Gerätesockel oder auch im Kabelstecker des Anschlusskabels gesonderte Schmelzsicherungen, die bei einer Überbelastung abschalten.

 

 

Gesundheitsaspekte und Sicherheit beim Gebrauch von Wasserkochern

 

Gesundheitsaspektlich betrachtet, sind die meisten Wasserkocher unbedenklich. Einige Geräte können jedoch Nickel oder auch hormonell wirksame Substanzen, wie Bisphenol A, an das Wasser abgeben. Dies geschieht besonders dann, wenn das Wasser über längere Zeit im Gerät verbleibt. Besonders Geräte aus Kunststoff mit freiliegender Heizspirale sind hiervon betroffen. Es gibt Geräte, die das Wasser eine Minuten kochen lassen. So kann Leitungswasser einen besseren Geschmack erhalten, da es gewissermaßen entchlort wird. Bei einigen Geräten besteht die Möglichkeit, das Wasser auf eine bestimmte Temperatur, meist wählbar zwischen 40 und 100 Grad Celsius, zu erhitzen und teilweise auch über einen längeren Zeitraum diese Temperatur zu halten. So kann zum Beispiel für die Zubereitung von Tee das Wasser direkt auf 90 Grad erhitzt werden und man muss es nicht abkühlen lassen. Einige Wasserkocher verfügen auch eine Abkochautomatik für die Zubereitung von Babynahrung. Hier wird das Wasser zunächst bis zum Siedepunkt erhitzt und nach dem Wiederabkühlen auf einer bestimmten Temperatur gehalten. So kann die Flasche für das Baby frisch und mit perfekter Temperatur serviert werden. Geräte mit Metallgefäß haben ein hohes Verbrennungsrisiko. Hier sind Kunststoffbehälter besser isoliert. Auf keinen Fall sollten Kinder an einen Wasserkocher herankommen. Das Stromkabel darf nirgendwo herunterhängen, es soll möglichst nicht an ein Verlängerungskabel angeschlossen werden. Der Wasserkocher darf nur mit der vorgegebenen Höchstmenge an Wasser betrieben werden, um zu Vermeiden, dass das Wasser überkocht. Auch hier besteht Verbrennungsgefahr. Außerdem muss der Deckel beim Erhitzen geschlossen sein, da sonst die Temperatursicherung nicht zuverlässig arbeiten kann. Der Wasserkocher darf nur aufrecht bewegt werden und beim Ausgießen nicht zu stark gekippt werden, um ein Überlaufen und damit ein Verspritzen des heißen Wassers zu vermeiden.

 

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Küchengeäte wie Wasserkocher oder Waffeleisen